Literaturhinweise

 

 

Helmuth James von Moltke, Freya von Moltke:

 

Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel: September 1944 – Januar 1945
herausgegeben von Helmuth Caspar von Moltke und Ulrike von Moltke; erschienen im Verlag C.H. Beck, München 2011

 

Anfang 2010 wurde bekannt, dass der Briefwechsel zwischen Helmuth James und Freya von Moltke aus den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung wie durch ein Wunder komplett erhalten ist. Die politisch und persönlich offenherzigen Briefe, die vom Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens fast täglich an der Zensur vorbeigeschmuggelt wurden, sind das aufwühlende Zeugnis einer großen Liebe in den Zeiten des Widerstands gegen ein unmenschliches Regime.

 

 

Frauke Geyken:

 

Freya von Moltke: Ein Jahrhundertleben, 1911 – 2010
Verlag C.H. Beck, München 2011

 

Sie war die letzte Zeitzeugin des Widerstands gegen Hitler und eine engagierte Vorkämpferin der deutsch-polnischen Versöhnung: Freya von Moltke (1911 – 2010), Bankierstochter aus dem Rheinland und letzte Gutsherrin des schlesischen Kreisau. Was sie antrieb, wer zu ihren Weggefährten zählte und was für ein Mensch die lebensfrohe Weltbürgerin war, erzählt Frauke Geyken in ihrer einfühlsamen Biographie.

 

 

Ger van Roon:

 

Neuordnung im Widerstand. Der Kreisauer Kreis innerhalb der deutschen Widerstandsbewegung.
Verlag Oldenbourg, München 1967.

 

Van Roon ist Univ.-Professor für neue Geschichte in Amsterdam. Er schrieb als erster Historiker ein Buch, das ausschließlich dem Kreisauer Kreis gewidmet war. Besonders geeignet für eine Einführung in das Thema sind die Lebensbilder der Mitglieder des Kreisauer Kreises und ein Anhang von rund 120 Seiten mit Dokumenten.

 

 

Freya von Moltke, Michael Balfour, Julian Frisby:

 

Helmut James von Moltke 1907-1945. Anwalt der Zukunft.
(Deutsche Verlags-Anstalt) Stuttgart 1975.

 

Diese Biographie erschien in englischer (1972) und deutscher Sprache. Michael Balfour lebt in England und kannte Moltke seit 1936, als er ihn in Kreisau besucht hatte. Diese Gesamtdarstellung beruht auf der von Freya von Moltke geretteten Korrespondenz ihres Mannes.

 

 

Wolfgang Benz und Walter H. Pehle (Hrsg.):

 

Lexikon des deutschen Widerstandes.
(Verlag S. Fischer) 1994.

 

Das Lexikon aus Überblicksdarstellungen (I. Teil), aus Lexikonartikeln (II. Teil) und aus alphabetisch geordneten Kurzbiographien (III. Teil). Es ist zur Einführung in den deutschen Widerstand gegen Hitler sehr gut geeignet.

 

 

Antonia Leugers:

 

Georg Angermaier 1913-1945.
(Matthias Grünewald Verlag) Mainz 1994.

 

Antonia Leuders ist Historikerin. Sie würdigt einen Würzburger Rechtsanwalt, der dem Kreisauer Kreis gleichsam in einem zweiten, weiteren Kreis nahe stand. Angermaier erwarb sich im Widerstand der katholischen Kirche große Verdienste. Er kam auf mysteriöse Weise im Jahre 1945 in Berlin bei einem Unfall ums Leben.

 

 

Haeften, Barbara von:

 

"Nichts Schriftliches von Politik" Hans Bernd von Haeften. Ein Lebensbericht.
(C. H. Beck) München 1997.

 

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Im Weiteren veröffentlichen wir hier im vollen Wortlaut ein paar Texte, die im Leben unserer Initiative eine Rolle gespielt haben:

 

 

Prof. Władysław Bartoszewski:

 

In der Wahrheit leben
Im Frühling und Sommer 2007 war die Dauerausstellung zur Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts aus Kreisau zu Gast im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg. Die Ausstellung hat den Titel "In der Wahrheit leben". Die Kreisau-Initiative Würzburg und das Caritas-Pirckheimer-Haus haben ein vielfältiges Begleitprogramm zur Ausstellung angeboten und konnten Prof. Bartoszewski für einen Vortrag gewinnen. Er hat den Titel der Kreisauer Ausstellung zum Ausgangspunkt seines Vortrags gewählt, der viele persöhnliche Lebenserinnerungen enthält.

 

 

Elke Endraß:

 

Zivilcourage
Vortrag zum 100. Geburtstag von Helmuth James von Moltke, gehalten am 11. März 2007 im Jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrum "Shalom Europa" in Würzburg. Der Vortrag bezieht sich auf das Buch "Gemeinsam gegen Hitler. Pater Alfred Delp und Helmuth James Graf von Moltke" von Elke Endraß, Verlag Kreuz, Stuttgart, 2007

 

 

Andreas Möckel:

 

Helmuth James von Moltke (1907 - 1945)
Vortrag zur Erinnerung an den 50. Todestag von Helmuth James von Moltke, gehalten am 30. Januar 1995 im Evangelischen Studienzentrum Heilig Geist in Nürnberg und am 1. Februar 1995 an der Universität Würzburg. Erschienen in Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik in Praxis, Forschung und Lehre und Integration Behinderter, hrsg. vom Landesverband Hessen e. V. im Verband Deutscher Sonderschulen, Fachverband für Behindertenpädagogik, 44 (2005), S. 71-83.
Die Veröffentlichung hier erfolgt mit Zustimmung des Hrsg. Prof. Dr. Peter Rödler und des Psychosozial-Verlages, Gießen.

 

 

Andreas Möckel:

 

Kreisau und die Tradition der Freiwilligendienste
Vortrag zur Eröffnung der XVII. Maikonferenz der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Die Tagung trug den Titel "Freiwilligendienste als Bausteine einer europäischen Zivilgesellschaft". In seinem Vortrag zieht Andreas Möckel eine Linie von den von Helmuth James von Moltke mitorganisierten sog. Arbeitslagern im Schlesien der 20er Jahre zum neuen Kreisau heute.

 

 

Gotthard Fuchs:

 

Im Geist und in der Wahrheit
Predigt zu Pfingsten 2005. Der Gottesdienst fand statt im Rahmen einer Tagung mit dem Titel: Wiederaufbau als Religionsdialog. Die Grünhelme - ein Peacecorps in Nachkriegszeiten. Die Tagung fand vom 13. bis 15. Mai 2005 auf Burg Rothenfels am Main statt. Sie führte zwei große Gruppen zusammen. Die eine Gruppe trifft sich regelmäßig zu Pfingsten auf der Burg Rothenfels und steht in der Tradition des Quickborn, ein Zweig der Jugendbewegung, der in Schlesien nach dem Ersten Weltkrieg entstand (www.quickborn-ak.de). Die zweite Gruppe waren die Grünhelme e. V. - ein freiwilliger Friedensdienst, den Dr. Rupert Neudeck nach längerer Vorbereitungszeit 2003 gründete. Sein Schwerpunkt ist zurzeit die Aufbauarbeit, hauptsächlich von Schulgebäuden, in der Region um Herat im Südwesten Afghanistan mit dem Ziel einer interkonfessionellen und interkulturellen Verständigung (www.gruenhelme.de). Die von ihren Dreimonate-Einsätzen zurückgekehrten Grünhelme, es waren etwa 20 bis 30 Männer und Frauen, waren aus Anlass dieser Tagung zum ersten Mal alle zusammen gerufen worden.

 

 

Eugen Rosenstock-Huessy:

 

Die vier Sprachkrankheiten
Kapitel aus "Die Sprache des Menschengeschlechts. Eine leibhaftige Grammatik in vier Teilen". Das Kapitel ist dem vierten Teil "Seit dem Sechstagewerk. Im Prägstock eines Menschenschlags" entnommen.

 

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