Veranstaltung zum Gedenken an Barbara von Haeften

27. Juli 2006 in Würzburg

 

 

Sie war Gründungsmitglied unserer Initiative und war uns bis zuletzt freundlich zugewandt. Es gelang, einen Bogen zu spannen von dem jungen Ehepaar Hans-Bernd und Barbara von Haeften bis zu den Erlebnissen einiger Jugendlicher aus Würzburg, die Kreisau anlässlich der Maikonferenz 2006 erstmals erlebt hatten. Andreas Möckel erzählte von seinen Begegnungen mit Hans-Bernd und Barbara in den 40-er Jahren im Kronstädter Elternhaus und schilderte, wie das Wirken v. Haeftens als Kulturattaché in Bukarest bis heute auf die evangelische Kirche in Siebenbürgen ausstrahlt. Die Frage der freiheitlichen Bindung zwischen Glauben und Kirche, an Recht und Staat ist auch heute jedem gestellt. Hans-Bernd von Haeften hat öffentlich vor dem Volksgerichtshof die Entscheidung zwischen Christusnachfolge und Führergefolgschaft getroffen. Und er hat seine tiefe Schuld bekannt, als Beteiligter am Attentat Wege beschritten zu haben, die selbst nächsten Angehörigen nicht begreiflich waren. Sein Bekenntnis zum aufrechten Leben lebt weiter. Barbara von Haeften hat es mit ihrem Unter-uns-Sein bis in diese Tage bezeugt. Ihre alltägliche Lebensbejahung, ihr Strahlen, bleibt uns Auftrag und Reichtum.

 

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